Die Eignungsprüfung

Die Eignungsprüfung ist Gegenstand der Rahmenprüfungsordnung (RPO), darin heisst es:

  1. Die Eignung jedes Bewerbers wird überprüft.
  2. Die beiden Prüfer und die studiengangspezifischen Kriterien sowie spezifische Prüfmethoden (insbesondere zur Überprüfung von in bereits absolvierten Studien-/Ausbildungsgängen sowie Weiterbildungsmaßnahmen und Projekten erworbenen Fähigkeiten und von Festlegungen für Studienmodulergänzungen) legt der für den Studiengang, bzw. eine Vertiefungsrichtung verantwortliche PAS in Einvernehmen mit der jeweils verantwortlichen Institutsleitung unter Zugrundelegung der Gütekriterien Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit unter Berücksichtigung eines gegebenenfalls zu erfolgenden Nachteilsausgleichs für Bewerber mit attestierter Behinderung bzw. chronischer Erkrankung fest.

Bei der Eignungsprüfung sind nicht nur durch Krankheit verursachte Behinderungen festzustellen und zu berücksichtigen, sondern auch solche, die nicht durch Krankheit entstanden sind (z. B. Pflege kranker Eltern, Sonderaufwendungen im ausgeübten Beruf, Versorgung von Kindern, etc.). Die Eignungsprüfung wird also mit der Feststellung solcher möglicher Behinderungen beginnen und diese während des Prüfungsfortganges berücksichtigen.

Der weitere Ablauf beschäftigt sich mit der Kompetenz des Studienbewerbers für ein aufzunehmendes Hochschulstudium und wird bemüht sein festzustellen, ob der Studienbewerber eine möglichst objektive Vorstellung von dem Sinn und den Zielen eines universitären Hochschulstudiums besitzt, wobei der konkrete Studiengang zunächst noch nicht die entscheidende Rolle spielt. Der konkrete Studiengang wird erst Gegenstand einer weiteren und näheren Betrachtung sein, weil auch hier Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Gründlichkeit entscheidende Kriterien sind, die Bewertung finden sollen. Ein perspektivischer Teil im Anschluss hieran wird danach forschen, ob eine spezielle Kompetenzentwicklung sich darstellt und mit Hilfe der Einrichtung und seiner Mitarbeiter beim Studierenden gefördert werden kann.

Sodann werden beim Studienbewerber anrechenbare Fächer, die in einer anderen studentischen Ausbildung erworben wurden, auf ihre Anrechenbarkeit überprüft und Studienmodulergänzungen, sowie spezifische und perspektivische frühere Ausbildungen auf Vereinbarkeit und Einschlussmöglichkeit des Studiums untersucht, wobei hier nicht nach Studienerleichterungen geschaut wird, sondern lediglich danach, dass wertvolle Studienteile, die der Studienbewerber bereits erfolgreich durchlaufen hat, nicht ohne Berücksichtigung bleiben.

Das Eignungsgespräch und die Eignungsprüfung sind sehr wertvolle Schritte, die vor Eintritt in das Studium vollzogen werden. Hierüber sind von zwei Prüfern Protokolle zu erstellen, wobei der zweite Prüfer sich den Ausführungen des ersten Prüfers im Protokoll anschließen kann, ohne selbst ausführliche Feststellungen hierzu zu treffen, aber doch kundzutun, dass er sich den Feststellungen des ersten Prüfers, den Inhalten und den Fortgang, einverstanden erklärt. Die Protokolle sind zu den Personalakten des Prüfungsbewerbers zu nehmen. Im positiven Falle werden die Feststellungen in den Fällen, in denen eine Unsicherheit über die Eignung eines Studienbewerbers besteht, herangezogen und bei einem abschließenden Urteil eine mitentscheidende Rolle spielen. Bei einem negativen Ergebnis wird das Eignungsgespräch eine untergeordnete Rolle bei der Feststellung der Eignung eines Studienbewerbers spielen, die Eignungsprüfung jedoch eine mitentscheidende Rolle.